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Barockes
Loch |
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Verdichtungen und Sinnliches
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Barockes Loch!!!
Dein Hass sei mir Liebe;
verließ ich Dich,
so zeige mir Mitleid:
bleicher roter Stern!
Gelb von Sonne umschwirre
ich deine steinernen Lenden:
bei DIR sein!
im Brunnen
Geschichte und Sonne.
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morscher Blätterweg -
knuspernde Sänfte.
der Erstling nach
dem Heiligen;
welch schöner Berg!
Glück im Licht.
für F.H.
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mondsüchtig umschleiche
ich das Bad der Trauer
Fieber im Hohn der Laune.
Du Onanie!
welche Demut ohne Willen.
schlage mich in den Tag ...
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Den braunen Geruch
aus Lüftungsschächten
garniert mit öligem Schweiß.
Jene Flucht zu nehmen
versagt sich:
Aus Ort und Zustand!
Das Matte kommt zu Besuch
durch unserer Nase Nachen
und gibt ihn der Laune preis ...
Schnell, bediene mich
mit deiner stehenden Sucht!
In Liebe, Clarence ...
(und keiner weint)
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erster November
Alles ist grau und schwer.
Nebelwolken verbinden die Augen.
Regenschnüre behindern klare Gedanken.
Allein unter vielen.
Pervertierter Zustand.
... satanistischer Blutegel!!!
Alles ist grau.
Alles ist
- und doch nur Luft.
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zweiter November
im Staub soll ich gen Himmel schauen?!!
gib mir Kraft ...
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dritter November
Stahl -
welke Blumen am Grab
zu viel Luft
am Wasser
- Steine weinen farbig
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narbentrocken umwettert.
der Stille unfähig und
konform?
suchen und suchen
freie goldene Felder ...
KEIN RELIEF!
und doch speit
der schwarze Adler
Seelen in die Kluft
zwischen heute
und morgen.
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schlaftrunken wandle ich
durch enge Rohre.
kommt das Ziel
auf Menschenhand
gewiss - ...
(steinernes Drachenherz:
meide mich!)
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liebesnacht
der Mond neigt sich schwanger zum Walde,
sein Bauch scheint hell und
gebärend über alle Dächer.
mit pochendem Herzen
werde ich erwartet und
in angenehm spannungsvoller Hitze
erreiche ich endlich den
bekannten Ruheplatz meiner Liebe.
sanft streichelt das Mondlicht
die bloßen Rundungen;
der flache Bauch (in freudiger Erwartung?)
wirkt wie Marmor:
einladend und blass.
... und wie ich mich dazu geselle -
behutsam -
das vollkommene Lichtspiel
nicht zu stören -
da bereitet sich die gestirnte Nacht
für die Ankunft einer neuen Sonne.
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TORSO
schon die kleine katze wurde kraftlos,
als würde ich den faden verlieren...
und desweiteren fiel ich über den
großen schwarzen unerbittlichen machtkampf:
weg, nur weg an einen unbekannten ort.
komm schon, türen zusammen schließen, komm!
... man hing mich an den hacken.
meine mutter striff man zu recht,
weil sie den bogen überspannt ...
(kommen wir doch lieber zu nummer zehn!)
und am ende weiß ich nur noch,
daß man mich für dumm verkaufen wollte.
hätte ich das gewußt,
wäre ich in ohnmacht gefallen.
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prassend raucht die
graue ader zwischen
hain und flur.
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wundexistiert
das junge reh ist lahm geworden.
blutig dünn troff
der kot aus seinem bett.
Auril steigt den rücken empor -
selbst der stift existiert in scham. -
und setzt sich gemächlich auf
das haupt (für einige zeit...)
kein springen noch tanzen.
im dritten zeht verwundet durch
existenz.
der frühling läßt sich lange bitten (!)
sapientiae
post scriptum: der polsterthron wird
hart und versteinert die masken ...
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... wie Deine haare leuchten!
magische schönheit dringt
in meine augen.
Du goldene!
ein offener juwel – wellenrauschen
... rauschen ...
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... wie die blaue sonne
sich an die erde schmiegt:
umwuchert von rosigem
stacheldraht.
Rosig
und
blutig geschäumt im
reigen - ... glück
und die glocken
schreien ihre haßtiraden.
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„Schreibe mir eine Zeile“,
spricht das Herz
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Laß mich schwimmen in Deinem Meer.
Rot und eins – schwüles Sein.
Und wie ich trifte in Luft und Sinn,
so kommt eine süße Narbe zur Welt.
Raserei.
Vertausche mein Gesicht mit Dir, dünste.
Sehnsucht nach Geschmack.
Salz im Blut.
Pulsierendes Atmen,
schwellendes Fieber,
eifre mich gesund!
Dein Napf sei mir Nahrung!
Amen-Geschrei aus der Höhle,
keuchen, husten,
Eiter im Kopf und er
erwacht.
Nasse Lappen, pochende Muskel,
keiner, der Hunger besiegt.
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Ein Rudel Wölfe
peitsche meine Gier nach Saft,
tötet den Mars und hängt
ihn an Laternen.
Ohne Darm und Hose.
Wie schön es neben Dir wäre ...
Blindes Licht
schwarzgrüne Sonne
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Venus!
Liegen.
Sanfte Hügel und Moose bestimmen die zweite Welt.
Das Wasser kocht die Augen
ohne Ende – Trauer oder Euphorie ...
Erwache!!!
Der Feind im Juwelen-Zimmer.
Elendes Durcheinander;
ein Blitz soll den Knoten lösen.
Und sie kommt auf Katzenpfoten,
lechzt nach einsamer Empfindung -
Berührung: Still!
schwarzes Glück.
Furcht und Verlangen kosten den Tag.
Befreiung... kein Laut.
Stille fern und
überall Hoffnung am Horizont.
Blaue Antwort, werde Rot!
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Schock.
Ohnmacht.
Erlebnis.
Wiegenlied
am Venusaltar ...
laue Muttermilch;
breitgeklopfte Feder -
atme in den trüben Kelch.
Träne um Träne
Poeten-Zähre
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... der Hass verebbt,
wider denen,
die Nichts sind,
wider den Niemanden ...
... der Hass,
der Strom der Leidenschaft,
der Quell jeden Nichts ...
... der Hass
bleibt als Rinnsahl -
wird bald wieder Meer sein ...
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sichtbare Herzen
umschwirren die Gestirne,
vereint im Rausch des Blutes.
umkreist die brennenden Wolken,
tauchen in Wüsten,
leer an Liebe – triefender Schwall ...
Setzlinge des Eifers -
misslungener Trost.
Setzen sich unter leuchtende
Bäume -
Explosion der Früchte,
ungeschohntes Gelächter.
Gebeine
Zeit
Hysterie!!!
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Leichentrunk
gestiftet aus Gier,
geleert aus Schwachsinn.
misstönende Perversion
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schleichend,
wie eine brennende Katze
verirrt sich
in deine Ohrenmuschel -
ein;
qualmender Eiter!
Pechgeburt.
Samenschwanger ...
Heilige stinken nach
Mensch
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der meine
schwarzer Schwager,
wann ist dein Besuchstag
um die kummervolle Mondnacht:
hellhöriger Schatten,
Bestie des Nordens;
Spiegel.
Einst und endlich verschleiert,
rotglühende Wiederkehr,
ewige Missgeburt ...
totgedacht,
lebendiggelebt,
immer der meine.
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Traumlilie.
Die schönsten Blumen
welken nicht.
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epitaph
für Irena Sendler
* 15.2.1910 + 12.5.2008
nun hast Du Dich aufgemacht
den letzten weg zu gehen.
ruhig und sanft liegst Du
am ende am anfang
der weiten ewigkeit.
der braunen welt
hast Du licht geschenkt:
es leuchte Dir!
die herzen werden Dich tragen
die liebe wird Dich schweben lassen
das leben wird Dir leben
immer ... immer ... immer ...
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apparition
als ich an einem milden sommerabend
unter lektüre einzuschlafen gedachte,
erschien mir - im dämmerschlaf - ein
güldenfarbigschimmernder elf, der mir
anbot, mir während meiner ruhe (ewig
wachend) traurigsüße lieder in meine
ohrmuschel zu singen.
da ich einwilligte, setzte der elf an,
eine derart melancholische melodie zu singen,
daß ich drohte zu sterben.
aber mir geschah mehr als dies:
schwarzträumend wurde ich von den
zauberhaften tönen meines kleinen freundes
entrückt und flog über einen blauen hain,
in dem dieses verborgen war: die liebe
und der tod.
er zeigte mir mit seiner musik, schwebend,
alle königreiche der irdischen und außer-
irdischen welt. und unter meinen augen wurde
all das, was ich bisher als groß und ehrwürdig
bezeichnete, so winzig klein, daß es auf dem
kleinsten fingernagel des elfen platz finden
konnte und endlich verpuffte.
nachdem ich nun allen sinn der welten
begriff und sich mein geist am ende meiner
tausendjährigen reise wieder in meinen
körper zurück bettete, erwachte ich und mir war alles
klarer denn je. sogleich machte ich mich auf, in das
riesengebirge zu fahren, mich von dem höchsten
berg zu stürzen, um platz nehmen zu dürfen
im bett des elfen.
und das leben wurde unendlich. doch die ewigkeit
verging und ich wurde auserwählt, rastlose
menschen zu finden, um ihnen zu singen
eine traurigsüße melodie.
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